Mai 17, 2017

Holmes und Ich - Unter Verrätern


Holmes und Ich – Unter Verrätern

Coverbild Holmes und ich – Unter Verrätern von Brittany Cavallaro, ISBN-978-3-423-76164-2
Originaltitel: Last of August

Autorin: Brittany Cavallaro
Reihe: Holmes und Ich, Band 2
Genre: Jugend
Seiten: 352 Seiten
Verlag: dtv Verlag

Klappentext:


Nachdem sie bei ihrem ersten Fall beinahe umgebracht wurden, kommen die Ferien Charlotte und Jamie ziemlich gelegen. Gemeinsam wollen sie ein paar Tage auf dem englischen Landsitz der Holmes‘ verbringen. Aber Charlotte ist nicht die einzige Holmes mit Geheimnissen, und die Atmosphäre bald sehr angespannt. Zudem knistert es heftig zwischen Charlotte und Jamie. Sind sie wirklich bloß Freunde? Als plötzlich Charlottes Onkel, Detektiv, wie es sich für einen Holmes gehört, verschwindet, ist das eine willkommene Ablenkung. Die beiden stürzen sich sofort in die Ermittlungen. Sein letzter Auftrag führt sie zu einem Kunstfälscherring. Erster Halt: Berlin. Erste Kontaktperson: August Moriarty – ehemaliger Schwarm von Charlotte und von vielen tot geglaubt...

Meine Meinung:

OHHHH JAAAA!!!!  Nachdem ich den ersten Teil so verschlungen hatte, konnte ich den Release des 2. Teils der „Holmes und Ich“-Reihe kaum noch abwarten!  Charlotte Holmes und Jamie Watson sind zurück in ihrem neuen Abenteuer!!!!!!

Das Cover gleicht dem Vorgänger im schönen Gleichsinn und mir gefällt das schwarze mit den eingekerbten weißen Figuren sehr gut. Auch, dass Cavallaro einen Stammbaum der Holmes‘ und Moriatys auf der ersten beigefügt hat.

Schräger geht es echt nicht mehr. Gerade noch haben Charlotte Holmes und James „Jamie“ Watson einen Mordfall gelöst und sind irgendwie Freunde, da schneit wieder das kühle selbst der Protagonistin herein. Als Holmes und Watson ihre Feiertage auf dem Landsitz von „Lotties“ Familie verbringen, scheint sich etwas zusammenzubrauen. Dann verschwindet Charlottes Onkel, Leander, auch noch und führt das Duo nach Berlin. Dort treffen sie auf Milo, Holmes‘ Bruder und den für tot erklärten August Moriaty, der zwischen Holmes und Watson für mächtig Klärungsbedarf sorgt…
Wie schon in 1. Teil der Reihe, ist das Buch aus der Sicht von Jamies Sicht geschrieben, allerdings kommt diesmal gegen Ende ein Bericht bzw. Protokoll aus Charlottes Perspektive.

Reingekommen bin ich recht schnell. Das Buch ist sehr jugendlich verfasst und ich war dementsprechend schnell durch. Die Handlung hat mich anfangs auch sehr angesprochen und das die Story zwischen den beiden weitergeführt wurde mit ihrer schwierigen Kommunikation, aber gleichzeitig spielerischen Verständnis des anderen. Cavallaro ist mit „Sherlock Holmes“ Manier an den Aufbau herangegangen. Die beiden Hauptprotagonisten beginnen mit der Suche nach Leander und da kommen Milo und August dazu. Und die neuen Charaktere haben für mich eine interessante Ergänzung, weil sie einerseits für mehr Handlungsspielraum sorgen, so z.B. mit vielen Kontakten, und andererseits für einige Unstimmigkeiten im neu geschaffenen Team sorgen. Ich fand den Wechsel vom bekannten Terrain ganz spannend und hab mich auch wieder auf einen nervenaufreibenden Fall eingestellt. Doch irgendwie ist der nicht wirklich ins Rollen gekommen. Denn statt sich auf die Suche nach Leander zu konzentrieren, verwendet Cavallaro sehr viel Zeit und Worte um die Beziehung zwischen Charlotte, Jamie und August auszuschmücken und neue Streitpunkte zu schaffen, sodass alles andere ein bisschen hinten abfällt. Das hat dem Ganzen über weite Strecken die Spannung genommen und erst gegen Ende, wenn es um die eigentliche Auflösung geht, kam dann wieder der Nervenkitzel mit einem offenen Cliffhanger am Ende.

James „Jamie“ Watson nimmt ganz natürlich wieder ihren Platz neben Holmes ein und spielt wie schon sein Vorfahre, eine angenehme Rolle im Plot. Mir hat gut gefallen, dass er alles um sich herum mit den Gedanken eines ganz normalen Menschen immer wieder reflektiert, was in anderen Büchern oft untergeht. Seine Beziehung zu Holmes schätzt er nach wie vor kritisch ein, obwohl seine Gefühle klar definiert sind. Er macht im 2. Teil einen großen Sprung, auch in Richtung Selbstständigkeit und Vertrauen in die eignen Stärken, was er im Vorgänger eher Charlotte überlies. Mein einziges Manko bei ihm ist der ständige Konkurrenzkampf, dem er sich August ausgesetzt fühlt.

Charlotte ist pragmatisch und ziemlich gefühlskalt, was sie von außen betrachtet auch wieder vollkommen verkörpert. Doch das kleine Extrakapitel am Ende hat mir umso besser gefallen, da es zwar auch eine Sherlock like Charlotte zeigt, aber auch Gefühlsregungen zulässt und ich hoffe, dass sich das vielleicht auch im nächsten Band fortsetzt.

Brittany Cavallaro schreibt mit einem jugendlichen Schreibstil. Bei ihr reiht sich ein Ereignis an das nächste und so bin ich gut durch die knapp 350 Seiten gekommen, auch wenn sie sich diesmal, wie schon oben erwähnt, eher auf die romantische Ader orientiert, statt auf die Kriminalistische.

Fazit:


Ein grundsolider 2. Teil mit bekennender Sherlock-Holmes-Manier der Autorin, aber mit weniger Action als im ersten und deswegen nicht 100% überzeugend.

Note: 2


Vielen Dank an den dtv Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!


Liebste Lesegrüße

Eure Charlotte

Mai 05, 2017

Ewig Dein - Deathline


Ewig Dein - Deathline


Autorin: Janet Clark

Sprecherin: Friederike Walke
Reihe: Deathline, Band 1
Genre: Fantasy/Jugend
Seiten/Länge: 400 Seiten/6h21min
Verlag: cbj Verlag/ cbj Audio 

Klappentext:


Josie hat sich schon immer gewünscht, dass ihr Leben einmal große Gefühle, dramatische Leidenschaften und spannende Wendungen für sie bereithält.

Als sie sich im Jahr nach ihrem 16. Geburtstag in die langen Ferien stürzt, ahnt Josie noch nicht, dass eben jener Sommer vor ihr liegt, der ihr Schicksal bestimmen wird. Niemand würde schließlich vermuten, dass die idyllische Pferderanch ihrer Familie einmal Schauplatz mysteriöser Ereignisse werden könnte. Doch Josie muss erkennen, dass dieser Schein trügt, als sie den faszinierenden Ray kennenlernt. Denn ihre große Liebe trägt ein Geheimnis mit sich herum, das Josies Welt in große Gefahr bringen könnte.

Meine Meinung:


Ein interessant klingender Klappentext und die guten Bewertungen zu „Ewig Dein – Deathline“  hat mich auf das Buch, bzw. in diesem Fall Hörbuch aufmerksam gemacht und während einer schlaflosen Nacht habe ich alles auf mich einprasseln lassen.

Das Cover ist echt wunderschön! Mit den Sternen, die den Titel formen und schönen Akzenten wirkt es auf eine bestimmte Art lieblich und hat mich sofort angesprochen.

Es fängt alles mit dem Bullenreiten am ersten Ferientag an und endet auf der Pferderanch ihrer Familie. Egal wo Josie hinschaut, sieht sie Ray. Er ist ein Greene und stammt von einem geheimnisumwogenen Stamm ab und scheint etwas zu verbergen. Obwohl es ihnen nicht erlaubt ist, kommen sich Josie und Ray näher und werden eins. Doch ihr Glück von dem Verschwinden von Rays Amulett überschattet, denn genau dieser hat eine große Bedeutung…

Die Handlung ist aus der Sicht von Josie geschrieben und über weite Strecken trägt sie mich als Leserin gut über die Geschichte. Tatsächlich hätte ich mir sogar ein oder zwei Kapitel von Ray gewünscht, da er eine so große Schlüsselrolle spielt und ich gerne mal seine Gedanken zu einigen Ereignissen gewusst hätte. Aber ansonsten klappt das sehr gut.

Zurechtgekommen bin ich anfangs ganz einfach. 
Die Story ist von Friederike Walke sehr gut in Szene gesetzt und so hatte ich keine Probleme. Auch hat mich die Handlung sofort angesprochen, weil sofort etwas geheimnisvolles in der Luft lag und ich echt mitfiebern musste. Mit gefällt sehr gut, wie sich die Geschichte auf den ersten 2 CDs entwickelt hat und das interagieren mit den beiden Hauptpersonen. Es wurde mir ein klarer Eindruck von Angels Keys und seinen Bewohnern gegeben, was für diese Story eine wichtige Rolle spielt. Doch als sich dann langsam die Wahrheit um Ray offenbart hat, bin ich ein wenig gestockt. Mir hat leider ab dem großen „Boom“ um die Bedeutung seines Amuletts die Motivation gefehlt weiterzuhören und ich musste mich leider echt drängen, was wirklich sehr schade war. Irgendwie kam ich damit nicht so klar und konnte mich immer weniger mit den beiden Hauptprotagonisten auseinandersetzten, sodass ich auch sehr vom Ende enttäuscht war und nicht weiß, wie sich die nächsten Bände weiter hin entwickeln L 

Am Ende aber noch ein Lob für die echt coolen Nebencharaktere Dana und Gabriel, die das Ganze nochmal ein bisschen auflockern konnten.

Josie ist ein Pferdenarr durch und durch. Sie ist stolz auf das was ihre Familie auf der Pferderanch geschaffen hat und ist ein ehrenwertes der Crew. Auch mit ihrer offenen Art hat sich mich gut einfangen können. Ihr starke Liebe zu Ray konnte ich oft gut nachvollziehen, auch wenn das Ende nur auf meine Unverständnis trifft. Ihr Gabe, sich für die Dinge einzusetzen die ihr wichtig sind, ist eine wahnsinnige Aufgabe, die sie großartig meistert!

Ray. Der Unbekannte voller Überraschungen und mit so viel Herz. Er tut alles um Josie zu beschützen und steht für seinen persönlichen Sicherheitskodex ein. Auch mit seiner Herkunft und wie er damit von ihrer restlichen Familie aufgenommen wird, ist bemerkenswert.

Die beiden Charaktere sind sehr ausdrucksstark erschaffen und bezeugen die starke Liebe, die zwischen ihnen entsteht.

Janet Clarks Schreibstil ist flüssig und jugendlich, sodass es auch genau ins Genre passt. Sie spricht mit der Fantasie und außergewöhnlichen Geschichte vor allem die breite Menge auch, auch wenn es nicht ganz zu mir durchgedrungen ist. Mal sehen wie sie das Ende von „Ewig Dein – Deathline“ in der Fortsetzung umsetzt.

Und bei Friederike Walke kann ich einfach nur sagen, dass sie mich wirklich sehr lebhaft an der Handlung hat teilhaben lassen und ein echtes Talent für die Synchronisation hat!

Fazit:


Eine außergewöhnliche Fantasy-Liebes-Geschichte, die aber leider gar nicht meinen Geschmack getroffen hat.

Note: 3*


Vielen Dank an cbj Audio für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!



Liebste Lesegrüße 
eure Charlotte

Mai 04, 2017

Mein Herz und deine Krone


Mein Herz und deine Krone


 Originaltitel: The Royal WE

Autorinnen: Heather Cocks und Jessica Morgan
Genre: Liebe
Verlag: Blanvalet Verlag
Seiten: 704 Seiten

Klappentext:


Eigentlich wollte Rebecca Porter, genannt Bex, sich in Oxford ganz auf die Uni konzentrieren. Doch als sie in das gleiche exklusive Wohnheim wie Prinz Nicholas, zukünftiger König von England, einquartiert wird, kommt alles anders. Trotz seiner allgegenwärtigen Bodyguards und überbesorgter Freunde kommen Bex und Nicholas sich näher – und Bex wird in eine Welt geworfen, die ihr völlig fremd ist, sowohl die guten Seiten (tolle Urlaube, Dinner im Palast) als auch die schlechten (Klatschpresse, nervige Familie). Und am Abend vor der Hochzeit des Jahrhunderts muss Bex sich fragen, ob sie für ihre große Liebe Nicholas wirklich ihr ganzes Leben aufgeben kann ... 

Meine Meinung:


Mich, als großer Liebhaber, hat „mein Herz und deine Krone“ sofort angesprochen. Trotz meiner Bedenken, dass es vielleicht zu sehr nach der wahren William und Kate Story kommt, bin ich voller Aufregung an das Buch herangegangen.

Das Cover ist echt süß, mit denen metallicrosa und den „keep calm“-Style schön umgesetzt. 


Die Durchschnittsamerikanerin Rebecca „Bex“ Porter reist zu ihrem Auslandssemester nach Oxford, England. Dummerweise läuft sie an ihrem ersten Tag den britischen Thronfolger Prinz Nicholas in die Arme. Langsam kommen sie sich näher, umringt von Bodyguard und Paparazzi müssen Sie sich selbst zurechtfinden und zueinander...



Das Buch ist aus der Sicht von Bex geschrieben, was ganz gut passt, denn so bekommt man einen passenden Eindruck von ihren Gefühlen und ich als Leser konnte so sehr gut mit ihr mitfiebern und leiden. Doch das letzte Kapitel ist aus der Perspektive von einer vertrauten Person von Bex geschrieben, die vielleicht während der Handlung ein bisschen untergeht, aber dann noch mal ein anderes Licht auf sich wirft. Aber ich will nicht zu viel verraten 😉.
Reingekommen bin ich schnell und die Geschichte fängt auch super an. Spannend und witzig rutscht Bex langsam in die Sache ein. Nicks Clique und in das Königshaus und sie erkennt, dass alles gar nicht so glamourös ist wie es von außerhalb scheint. Sie muss den Anforderungen des englischen Königshauses gerecht werden und in das prachtvolle Leben von Nick eintauchen, aber trotzdem versucht sie auf diesem Weg nicht sich selber zu verlieren. Mir hat sehr gut gefallen wie die Geschichte ein Leben mit Höhen und Tiefen beschreibt und doch trotz des wirklich großen Trubels einen normalen Klang annimmt und eine schöne Royale Geschichte entsteht. So sind die süßen Gesten wie, dass beim Schauen einer DVD eine Liebesgeschichte entstehen kann, zwar so klischeehaft aber wirkt trotzdem natürlich.
Aber leider passiert genau das was ich befürchtet hatte, denn das Abrutschen in die William und Kate Schiene. Da ich ein großer England Roll Fan bin kann ich die Geschichte der beiden sehr gut kannten kannte ich die Geschichte der beiden sehr gut und es gibt einfach viel zu viele Parallelen! Die Handlung wird zwischenzeitlich wie eine Biografie und nicht wie eine eigene ausgedachte Story. Natürlich verstehe ich ein paar Anregungen zu suchen doch das waren leider für mich zu viele.
Bex ist mit ihrem ganzen Wesen eine sehr sympathische Persönlichkeit. Sie hat mich als Leserin während ihres Weges zur Berühmtheit mitgezogen und an besonderen Stellen mitfühlen lassen. Ihre Beziehung zu ihre Zwillingsschwester Lacey und auch die zu Nick finde ich hat viel Tiefgang gezeigt, auch wenn es dann an einigen Szenen, speziell am Ende, ein bisschen zu viel gewollt war und dann nicht richtig rüber kam.
Nicholas „Nick“  ist die andere große Person in diesem ganzen Plot. So wie Cocks und Morgan in beschreiben, hätte ich mich wohl auch in den pflichtbewussten, stolzen, aber auch bodenständigen Typen aus dem Königshaus verliebt. Und nichtsdestotrotz dass das Buch aus Bex‘ Sicht geschrieben wurde hat Nick mich als Leser trotzdem einen guten Einblick gegeben und bei wichtigen Momenten eine bestimmte Rolle gespielt. Und zuletzt muss ich wohl seine Durchhaltevermögen bei seiner wirklich schrägen (und gar nicht royal like) Familie und den Menschen, bei denen man sich doch täuschen kann noch mal erwähnen. Echt schön umgesetzt.



Der Schreibstil von Heather Cocks und Jessica Morgan sprüht förmlich vor Witz und den guten Tag an Ironie. Ihre Gedankengänge lassen sich gut verfolgen um beide haben einen schönen Roman gestaltet, auch wenn wahrscheinlich viel am Beispiel der englischen Royals hängt.


Fazit:



Eine süße Liebesgeschichte mit vielen tollen Momenten, die aber leider mit wenig eigenen Ideen der Autorinnen daherkommt.

Note 2*



Vielen lieben Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Liebste Lesegrüße 
eure Charlotte

April 22, 2017

Hidden Figures


Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen


Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen
Originaltitel: Hidden Figures

Autorin: Margot Lee Shetterly
Genre: Biografie/Sachbuch
Seiten: 400 Seiten
Verlag: HarperCollins Verlag


Klappentext:


1943 stellt das Langley Memorial Aeronautical Laboratory der NACA,die später zur NASA wird, erstmalig afroamerikanische Frauen ein. „Menschliche Rechner“ - unter ihnen Dorothy Vaughan, die 1953 Vorgesetzte der brillanten afroamerikanischen Mathematikerin Katherine Johnson wird. Trotz Diskriminierung und Vorurteilen, treiben sie die Forschungen der NASA voran und Katherine Johnsons Berechnungen werden maßgeblich für den Erfolg der Apollo-Missionen. Dies ist ihre Geschichte.

Meine Meinung:


Wer mich schon ein bisschen kennt, der weiß, dass ich wohl der größte Filmjunkie überhaupt bin. Nachdem der Film „Hidden Figures –unerkannte Heldinnen“ bei den diesjährigen Oscars leer ausgegangen ist, bin ich dem auf dem Spur gegangen und habe die Buchvorlage zu diesem tollen Drama gefunden und was soll ich sagen, ich konnte einfach nicht wiederstehen.

Das Cover ist ein Ebenbild des Filmplakates und zeigt die 3 Hauptdarstellerinnen (von links nach rechts) Mary Jackson, Katherine Johnson und Dorothy Vaughan. Mir gefällt so ganz gut, da sowohl das Buch, als dann auch der Film sich um diese 3 Charaktere dreht. Trotzdem kommen mir vielleicht die anderen Frauen, die ja im Buch auch weitestgehend erwähnt werden, ein wenig zu kurz.

Das Buch ist mit Blick auf Dorothy Vaughan und ihr Leben als Mathematikerin am Langley Memorial Aeronautical Laboratory gerichtet. Doch nebenbei treten noch die anderen Charaktere Mary Jackson und ganz besonders Katherine Jackson auf. Ich bin ganz gespannt an diese Geschichte herangegangen, vor allem da es eine Biografie aus Sicht einer anderen Person (Margot Lee Shetterly) war. Leider hat mich Shetterlys Schreibstil schnell gestoppt. Das Buch ist wahnsinnig interessant, wenn man sich einfach die Zeit nimmt es von vorne bis hinten durchzulesen und jeden Satz mitzunehmen, aber vollkommen überladen mit Fakten. Als Leser eines solchen Genres ist es nur verständlich, dass kein klassischer Roman ist, doch es war wirklich mit Informationen zugekleistert. So wurde die Handlung zwischenzeitlich so lange unterbrochen, dass ich nicht mehr wusste, an welchen Teil der Geschichte ich mich gerade befinde. Es war einfach nur schade, weil ich mich schlussendlich wirklich ein wenig quälen musste, bis zum Ende durchzukommen.  

Aber nichtsdestotrotz möchte ich den 3 Hauptprotagonistinnen nochmal ein paar Worte schenken. Jede Lebensgeschichte und Tat für ihr Land hat mich stark beeindruckt. Sie tragen wirklich den Titel unerkannte Heldinnen, wenn erst so viele Jahre später nach dem ersten Mann im All erst als die gesehen werden, die sie eigentlich schon damals waren und auch heute noch sind! Meinen großen Respekt!

Margot Lee Shetterly hat mit Hidden Figures ihren ersten „Roman“ bzw. Biografie veröffentlicht. Als Wissenschaftlerin wie sie es heute ist, einfach nur beeindruckend wie viel ein Mensch darüber rausfinden kann, doch als Autor leider nicht gerade erfolgreich. Man merkt deutlich an, dass sie bisher nicht viel mit Schreiben am Hut hatte und vielleicht hätte eine zweite Hand da mehr helfen können. Sehr schade.

Fazit:


Ein erster Schritt für das aufdeckten von Menschen, die soviel für ihr Vaterland getan haben, doch leider wird die Biografie von Dorothy, Katherine und Mary von einem sehr faktenreichen Schreibstil überschattet, die das Buch unnötig in die Länge gezogen hat.  

Note: 3


Vielen Dank an den HarperCollins Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!


Liebste Lesegrüße
eure Charlotte

Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod


Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

Autor: Gerhard Jäger

Genre: Roman
Seiten: 400 Seiten
Verlag: Blessing Verlag

Klappentext:


Im Herbst 1950 kommt der junge Wiener Historiker Max Schreiber in ein Tiroler Bergdorf, um einem alten Geheimnis auf den Grund zu gehen. Konfrontiert mit der archaischen Bergwelt und der misstrauischen Dorfgemeinschaft , fühlt er sich mehr und mehr isoliert. In seiner Einsamkeit verliert er sich in der Liebe zu einer jungen Frau, um die jedoch auch ein anderer wirbt. Als ein Bauer unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt, ein Stall lichterloh brennt und der Winter mit ungeheurer Wucht und tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Schreiber gerät unter Mordverdacht und verschwindet spurlos – nur seine Aufzeichnungen bleiben zurück.


Meine Meinung:


Okay, ich melde mich nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder mit einem denkwürdigen Buch zurück. Ein langer Titel, der auf mich im ersten Moment ein wenig abschreckend gewirkt hat, aber nach einer hochgelobten Rezension von einem anderem Blogger, musste ich dieses Buch einfach lesen und habe es schlussendlich auch nicht bereut.

Zum Cover nur kurz, weil es wahrscheinlich auch wenig ausschlaggebend ist. Je mehr man in das Buch hineinfindet, desto mehr kann man da hinein interpretieren und desto mehr versteht man diesen dunklen Mann, der da durch das Schneetreiben läuft. Eine tolle erfasste Szene, aber erst wenn man das Buch kennt.

Der junge Historiker Max Schreiber möchte Abstand von seinem Leben in Wien nehmen und beschließt darum ein Buch zu schreiben. Aber nicht nur irgendeines, sondern eins über die alte und geheimnisumwobene, lange verstorbene,  Katharina Schwarzmann. Dafür reist er in ihr Heimatdorf und findet sich auf der Gegenseite einer kleinen, aber dunklen Gemeinschaft wieder.  Die Gerüchteküche brodelt über und er bekommt es mit viel Abneigung zu tun, vor allem als den Dorfbewohnern klar wird, warum er hier ist und der junge Schreiber scheint immer mehr in dem Dorf und seiner Geschichte zu verschwinden…

Das Buch startet aus der Ich-Perspektive von John Miller, der über sich und das Leben mit seiner verstorbenen Frau berichtet. Außerdem ist er auf der Suche nach seinem Cousin, Max Schreiber, der damals in den Bergen von Österreich als verschollen 1950/51 gemeldet wurde. Dafür reist an den Ort des Geschehens und findet das Manuskript von Schreiber. Und genau hier kommt der Wechsel in die Es-Perspektive und das Leben von Max Schreiber.
 Diese Art von Geschichte hatte ich schon öfters gelesen, doch diesmal hat es mit den hin- und herwechseln super harmoniert, was vor allem daran lag, dass er auch nicht schon wieder nach einem Kapitel kam. 
Zu Inhaltlichen war ich anfangs ein bisschen unsicher, wie die Geschichte auf mich wirken würde. Doch ich bin überraschend schnell reingekommen, was auch Jägers tollen Schreibstil zu schulden war. Die Handlung befindet sich am Anfang auf eine Art Nullpunkt, auch für den Hauptprotagonisten Max Schreiber, sodass ich mit ihm jeden einzelnen seiner Erkenntnisse und Begegnungen mitfiebern konnte. Das hat mir sehr gut gefallen, weil sowohl der Charakter, als auch ich als Unwissende an die Sache „hingeführt“ worden. 
Eine Abschließende Meinung zu der Handlung zu verfassen, ist tatsächlich ziemlich schwer nur in ein paar Worte zu fassen. Sie ist so vielfältig und in unendlichen Schichten spannend, Angst einflößend, aber auch unverständlich. Vor allem gegen Ende, da ich da die Entscheidungen von Schreiber kaum nachvollziehen konnte. Im Großen und Ganzen war ich einfach nur beeindruckt von der Geschichte!

 . Maximilian „Max“ Schreiber war mir Anfang sehr befremdlich, vor allem was seine Art anging die Dinge um ich herum zu interpretieren. Doch tatsächlich hat sich das mit dem weiteren Einleben im Dorf verändert. Seine Gedanken waren offener und haben mich zeitweise echt fangen können. Es war sowohl die Stimme eines starken Charakters, als auch die eines erfahrenen Autors, die dahinter steckten. Aber wie um mir auch den Gegenteil wieder beweisen zu wollen, hat das Buch dann wieder Schritte nach hinten gemacht und mir war Schreiber gegen Ende wieder so unverständlich und verschlossen wie zu Beginn. Auch wenn mich sein Ende und das Ende des Buches sehr überrascht hat!

Gerhard Schreibers Schreibstil ist einfach nur beneidenswert! Er schreibt mit so einem Detailreichtum und hat mich so wortwörtlich in der Geschichte zuschauen lassen. Ich konnte mir seine Figuren und Schauplätze so gut ausmalen, dass es fast unheimlich war. Wirklich, und zusammen mit dieser grundlegenden Geschichte war eine tolle Welt, in die er mich als Leser mitgenommen hat.  

Fazit:


Dieses Buch mit dem ewig langen Titel ist mal wieder ein gutes Beispiel für einen wirklichen Roman!

Note: 2*


Vielen Dank an den Blessing Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Liebste Lesegrüße
Eure Charlotte


April 19, 2017

Spinnengift


Spinnengift



Originaltitel: Widow's Web

Autorin: Jennifer Estep
Reihe; Elemental Assassin, Band 7
Genre: Urban Fantasy
Seiten: 416 Seiten
Verlag: Piper Verlag

Klappentext: 


Es scheint ausnahmsweise einmal alles perfekt in Gins turbulentem Leben: Ihre Erzfeindin Mab ist tot, sie hat endlich eine gute Beziehung zu ihrer Schwester und ist rundum glücklich mit ihrem Lover Owen. Doch dann taucht Salina Dubois in der Stadt auf – Owens Exfreundin, die grausame Rache üben will und alles daran setzt, zurückzuerobern, was einst ihr gehörte. Die Südstaatenschönheit entpuppt sich als gefährliche Gegnerin, die nicht nur über mächtige Wasserelementarmagie verfügt, sondern auch ein undurchsichtiges Spiel spielt. Doch sie hat ihre Rechnung ohne Gin Blanco gemacht. Die macht sich natürlich sofort daran, Salinas Geheimnis zu lüften – koste es, was es wolle.


Meine Meinung:


Und wieder schneit ein Buch der legendären Jennifer Estep ins Haus. Der 7. Band der Elemental Assassin Reihe ist erschienen und ich hab ihm kaum aus der Hand legen können.

Das Cover folgt seinen Vorgängern, diesmal in einen schönen Bronzeton und ist auch in Einband wird er toll in Szene gesetzt. 

Eigentlich könnte doch alles perfekt sein. Aber für die Spinne gibt es leider keine Sekunde zum Durchatmen. Nicht mal einen Abend mit ihren Freund, Owen Grayson in einem gut betuchten Restaurant kann sie genießen. Denn plötzlich steht seine alte Flamme vor ihnen. Und die hat es in sich; Salina Dubois ist eiskalt und hat beschlossen in ihrer Vergangenheit aufzuräumen. Dazu gehört auch der Casinochef Philipp Kincaid und der ist auch ein alter Bekannter von Owen. Die Beziehung von ihm und Gin wird auf eine harte Probe gestellt, denn ihr Lover scheint seiner Ex ganz verfallen zu sein.

Ja, auf geht es zu einer neuen Runde mit Gin Blanco. Wie immer ist das Buch aus ihre Sicht geschrieben und legt mit sehr offenen Beschreibungen die Gefühle der Hauptprotagonistin da. Doch im Gegensatz zu den Vorgängern braucht das Buch ein bisschen um reinzukommen. Hier steht weniger die große Action im Vordergrund, sondern diesmal auch eine gewisse Tiefgründigkeit. Gin bekommt die Härteprobe zu spüren, was Liebe alles anrichten kann. Das hat mir ziemlich gut gefallen und war eine schöne Abwechslung, weil ich selber darüber nachdenken müsste, wie weit ich gehen würde. Auch, dass es vielleicht nicht immer in die Siegerrichtung geht und  “Spinne the Winner“ nicht als Grundeinstellung vorausgeht und sie um etwas kämpfen muss ist gelungen.

Hauptprotagonistin Gin hat wie schon erwähnt diesmal echt eine Gefühlschaos am Start Punkt es geht um ihre Liebe zu holen und dass es in den Kampf gegen eine andere Frau geht, die ebenfalls an ihm zerrt. Eine schöne Mischung zu den anderen Teilen, obwohl natürlich ihr mordlüsternes Ich nicht zu kurz kommt. 

Jennifer Estep hat ein tolles Händchen für das Schreiben von Geschichten! Mir gefällt immer wieder wie sie den Lebenslauf ihrer Figuren weiterführt, vorgekommene Charaktere aufgreift und neue hinzufügt.

Fazit:


"Spinnengift" ist erneut ein schönes Buch der Elemental Assassin Reihe geworden und überzeugt diesmal auch durch die Frage nach der wahren Liebe und um sie zu kämpfen.

Note: 1


Vielen lieben Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Liebste Lesegrüße 
eure Charlotte 

März 21, 2017

Wir Glücklichen



Wir Glücklichen


https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Bloom_AWir_Gluecklichen_167647.jpg
 Originaltitel: Lucky Us 

Autorin: Amy Bloom
Genre: Roman
Verlag: btb Verlag
Seiten: 336 Seiten

Klappentext:


Die eine hält große Reden und träumt von einer Karriere in Hollywood, die andere taucht am liebsten in Bücher ab und legt Frauen die Tarotkarten. Iris und Eva könnten nicht unterschiedlicher sein, und doch sind sie Schwestern, die alles teilen: das Glück, die zerbrochenen Träume, den nichtsnutzigen Vater – und den Glauben, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine berührende Geschichte – so groß und klein und wunderbar wie das Leben selbst.

Meine Meinung: 


Ein historischer Roman, der mich unglaublich neugierig gemacht hat! Vor allem Stories mit Schwestern lese ich immer wieder gerne.

Das Cover ist schlicht und gibt einen kleinen Touch der damaligen Zeit zum Besten.

Die 13-Jährige Eva wird von ihrer Mutter sitzen gelassen. Bei einem wildfremden Vater und Halbschwester. Doch das junge Mädchen und die ältere Iris spüren sofort eine Verbindung, die sie auf eine große Reise bringt. Nach Los Angeles, New York und darüber hinaus.

Das Buch ist aus Evas Sicht geschrieben. Zwischendrin gespickt mit Briefen von vorkommenden Personen, die sich in Buchverlauf über die ganze Welt verteilen und über die dortige Lage im 2. Weltkrieg schreiben. Außerdem sind manchmal Kapitel aus ihrer Sicht.
Beim Reinkommen hatte ich keine wirklichen Probleme. Es war eher die Tatsache, dass mich der Inhalt sehr überrascht hat. Das erste Treffen zwischen Evie und Iris und ihre Beziehung zueinander lässt zunächst genau das Gegenteil als im klappentext vermuten, aber Bloom schafft eine gute Überleitung. Es ist nicht das Buch über große schwesterliche Gefühle, sondern wie das Leben so mitspielt. Es gab keine spannungsgeladene Szenen oder mit aufbauschen Wendepunkt, deshalb sollte man einfach „nur“ ein Buch über das normale Leben erwarten.
Der Anfang mit dem Abenteuer in Los Angeles, um einen Traum zur Schauspielerin zu verwirklichen. Eine Reise nach New York und die Fortsetzung  auf dem Broadway. “Wir Glücklichen“ beschreibt die Geschichte von zwei unterschiedlichen Schwestern, sie ihren Weg und ihre Freiheit suchen.
Mit ernsten Themen wie Homosexualität, 2. Weltkrieg und der eigenen Bestimmung.
 
Eva ist die ruhigste und wahrscheinlich selbstloseste Persönlichkeit, die ich je in einem Buch antreffen durfte. Sie ist hochintelligent und trotzdem folgt sie ihrer Schwester nach LA um die Haushälterin zu verkörpern. Für das Wohlbefinden Iris' zu sorgen. Sie macht in Buchverlauf, über die Jahre, so viel durch und als Charakter hat sie mich vollkommen überzeugen können. Ihre eigener Charakter reift und scheint sich auch manchmal in eine Traumwelt zu flüchten um der eigentlichen Realität zu entgehen.
Iris ist wirklich das komplette Gegenteil. Selbstbewusst und mit klaren Ziel vor Augen. Doch auch an sowas kann man ziemlich schnell zerbrechen, wie sie immer wieder zu spüren bekommt. Träume verlieren um woanders neu anzufangen. Sie wird weniger in den Vordergrund gestellt, weshalb mich einige ihrer Entscheidungen manchmal etwas überrascht haben, aber trotzdem hat mir Iris als Protagonistin sehr gut gefallen.
Zuletzt möchte ich noch zu Gus kommen. Auf ihn treffen Iris und Eva in New York und vor allem Letztere spürt sofort eine enge Verbindung zu ihm. Seine Geschichte hat mich im Buchverlauf unglaublich beeindruckt und er hat einige der wenigen Szenen in meiner Leseära bekommen, bei der mir wirklich die Tränen kamen. Ich musste mich fragen wieviel ein Mensch eigentlich aushalten kann um nicht völlig zu zerbrechen.

Amy Bloom hat ein großartiges Buch verfasst, bei dem ich jedes Wort förmlich ausgesaugt habe! Ihr toller Schreibstil komplettiert das Ganze.

Fazit:


Ein schönes Buch über das ganz normale Leben und es zu nehmen wie es kommt!

Note: 1


Vielen Dank an den btb Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Liebste Lesegrüße

Charlotte