April 22, 2017

Hidden Figures


Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen


Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen
Originaltitel: Hidden Figures

Autorin: Margot Lee Shetterly
Genre: Biografie/Sachbuch
Seiten: 400 Seiten
Verlag: HarperCollins Verlag


Klappentext:


1943 stellt das Langley Memorial Aeronautical Laboratory der NACA,die später zur NASA wird, erstmalig afroamerikanische Frauen ein. „Menschliche Rechner“ - unter ihnen Dorothy Vaughan, die 1953 Vorgesetzte der brillanten afroamerikanischen Mathematikerin Katherine Johnson wird. Trotz Diskriminierung und Vorurteilen, treiben sie die Forschungen der NASA voran und Katherine Johnsons Berechnungen werden maßgeblich für den Erfolg der Apollo-Missionen. Dies ist ihre Geschichte.

Meine Meinung:


Wer mich schon ein bisschen kennt, der weiß, dass ich wohl der größte Filmjunkie überhaupt bin. Nachdem der Film „Hidden Figures –unerkannte Heldinnen“ bei den diesjährigen Oscars leer ausgegangen ist, bin ich dem auf dem Spur gegangen und habe die Buchvorlage zu diesem tollen Drama gefunden und was soll ich sagen, ich konnte einfach nicht wiederstehen.

Das Cover ist ein Ebenbild des Filmplakates und zeigt die 3 Hauptdarstellerinnen (von links nach rechts) Mary Jackson, Katherine Johnson und Dorothy Vaughan. Mir gefällt so ganz gut, da sowohl das Buch, als dann auch der Film sich um diese 3 Charaktere dreht. Trotzdem kommen mir vielleicht die anderen Frauen, die ja im Buch auch weitestgehend erwähnt werden, ein wenig zu kurz.

Das Buch ist mit Blick auf Dorothy Vaughan und ihr Leben als Mathematikerin am Langley Memorial Aeronautical Laboratory gerichtet. Doch nebenbei treten noch die anderen Charaktere Mary Jackson und ganz besonders Katherine Jackson auf. Ich bin ganz gespannt an diese Geschichte herangegangen, vor allem da es eine Biografie aus Sicht einer anderen Person (Margot Lee Shetterly) war. Leider hat mich Shetterlys Schreibstil schnell gestoppt. Das Buch ist wahnsinnig interessant, wenn man sich einfach die Zeit nimmt es von vorne bis hinten durchzulesen und jeden Satz mitzunehmen, aber vollkommen überladen mit Fakten. Als Leser eines solchen Genres ist es nur verständlich, dass kein klassischer Roman ist, doch es war wirklich mit Informationen zugekleistert. So wurde die Handlung zwischenzeitlich so lange unterbrochen, dass ich nicht mehr wusste, an welchen Teil der Geschichte ich mich gerade befinde. Es war einfach nur schade, weil ich mich schlussendlich wirklich ein wenig quälen musste, bis zum Ende durchzukommen.  

Aber nichtsdestotrotz möchte ich den 3 Hauptprotagonistinnen nochmal ein paar Worte schenken. Jede Lebensgeschichte und Tat für ihr Land hat mich stark beeindruckt. Sie tragen wirklich den Titel unerkannte Heldinnen, wenn erst so viele Jahre später nach dem ersten Mann im All erst als die gesehen werden, die sie eigentlich schon damals waren und auch heute noch sind! Meinen großen Respekt!

Margot Lee Shetterly hat mit Hidden Figures ihren ersten „Roman“ bzw. Biografie veröffentlicht. Als Wissenschaftlerin wie sie es heute ist, einfach nur beeindruckend wie viel ein Mensch darüber rausfinden kann, doch als Autor leider nicht gerade erfolgreich. Man merkt deutlich an, dass sie bisher nicht viel mit Schreiben am Hut hatte und vielleicht hätte eine zweite Hand da mehr helfen können. Sehr schade.

Fazit:


Ein erster Schritt für das aufdeckten von Menschen, die soviel für ihr Vaterland getan haben, doch leider wird die Biografie von Dorothy, Katherine und Mary von einem sehr faktenreichen Schreibstil überschattet, die das Buch unnötig in die Länge gezogen hat.  

Note: 3


Vielen Dank an den HarperCollins Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!


Liebste Lesegrüße
eure Charlotte

Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod


Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

Autor: Gerhard Jäger

Genre: Roman
Seiten: 400 Seiten
Verlag: Blessing Verlag

Klappentext:


Im Herbst 1950 kommt der junge Wiener Historiker Max Schreiber in ein Tiroler Bergdorf, um einem alten Geheimnis auf den Grund zu gehen. Konfrontiert mit der archaischen Bergwelt und der misstrauischen Dorfgemeinschaft , fühlt er sich mehr und mehr isoliert. In seiner Einsamkeit verliert er sich in der Liebe zu einer jungen Frau, um die jedoch auch ein anderer wirbt. Als ein Bauer unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt, ein Stall lichterloh brennt und der Winter mit ungeheurer Wucht und tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Schreiber gerät unter Mordverdacht und verschwindet spurlos – nur seine Aufzeichnungen bleiben zurück.


Meine Meinung:


Okay, ich melde mich nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder mit einem denkwürdigen Buch zurück. Ein langer Titel, der auf mich im ersten Moment ein wenig abschreckend gewirkt hat, aber nach einer hochgelobten Rezension von einem anderem Blogger, musste ich dieses Buch einfach lesen und habe es schlussendlich auch nicht bereut.

Zum Cover nur kurz, weil es wahrscheinlich auch wenig ausschlaggebend ist. Je mehr man in das Buch hineinfindet, desto mehr kann man da hinein interpretieren und desto mehr versteht man diesen dunklen Mann, der da durch das Schneetreiben läuft. Eine tolle erfasste Szene, aber erst wenn man das Buch kennt.

Der junge Historiker Max Schreiber möchte Abstand von seinem Leben in Wien nehmen und beschließt darum ein Buch zu schreiben. Aber nicht nur irgendeines, sondern eins über die alte und geheimnisumwobene, lange verstorbene,  Katharina Schwarzmann. Dafür reist er in ihr Heimatdorf und findet sich auf der Gegenseite einer kleinen, aber dunklen Gemeinschaft wieder.  Die Gerüchteküche brodelt über und er bekommt es mit viel Abneigung zu tun, vor allem als den Dorfbewohnern klar wird, warum er hier ist und der junge Schreiber scheint immer mehr in dem Dorf und seiner Geschichte zu verschwinden…

Das Buch startet aus der Ich-Perspektive von John Miller, der über sich und das Leben mit seiner verstorbenen Frau berichtet. Außerdem ist er auf der Suche nach seinem Cousin, Max Schreiber, der damals in den Bergen von Österreich als verschollen 1950/51 gemeldet wurde. Dafür reist an den Ort des Geschehens und findet das Manuskript von Schreiber. Und genau hier kommt der Wechsel in die Es-Perspektive und das Leben von Max Schreiber.
 Diese Art von Geschichte hatte ich schon öfters gelesen, doch diesmal hat es mit den hin- und herwechseln super harmoniert, was vor allem daran lag, dass er auch nicht schon wieder nach einem Kapitel kam. 
Zu Inhaltlichen war ich anfangs ein bisschen unsicher, wie die Geschichte auf mich wirken würde. Doch ich bin überraschend schnell reingekommen, was auch Jägers tollen Schreibstil zu schulden war. Die Handlung befindet sich am Anfang auf eine Art Nullpunkt, auch für den Hauptprotagonisten Max Schreiber, sodass ich mit ihm jeden einzelnen seiner Erkenntnisse und Begegnungen mitfiebern konnte. Das hat mir sehr gut gefallen, weil sowohl der Charakter, als auch ich als Unwissende an die Sache „hingeführt“ worden. 
Eine Abschließende Meinung zu der Handlung zu verfassen, ist tatsächlich ziemlich schwer nur in ein paar Worte zu fassen. Sie ist so vielfältig und in unendlichen Schichten spannend, Angst einflößend, aber auch unverständlich. Vor allem gegen Ende, da ich da die Entscheidungen von Schreiber kaum nachvollziehen konnte. Im Großen und Ganzen war ich einfach nur beeindruckt von der Geschichte!

 . Maximilian „Max“ Schreiber war mir Anfang sehr befremdlich, vor allem was seine Art anging die Dinge um ich herum zu interpretieren. Doch tatsächlich hat sich das mit dem weiteren Einleben im Dorf verändert. Seine Gedanken waren offener und haben mich zeitweise echt fangen können. Es war sowohl die Stimme eines starken Charakters, als auch die eines erfahrenen Autors, die dahinter steckten. Aber wie um mir auch den Gegenteil wieder beweisen zu wollen, hat das Buch dann wieder Schritte nach hinten gemacht und mir war Schreiber gegen Ende wieder so unverständlich und verschlossen wie zu Beginn. Auch wenn mich sein Ende und das Ende des Buches sehr überrascht hat!

Gerhard Schreibers Schreibstil ist einfach nur beneidenswert! Er schreibt mit so einem Detailreichtum und hat mich so wortwörtlich in der Geschichte zuschauen lassen. Ich konnte mir seine Figuren und Schauplätze so gut ausmalen, dass es fast unheimlich war. Wirklich, und zusammen mit dieser grundlegenden Geschichte war eine tolle Welt, in die er mich als Leser mitgenommen hat.  

Fazit:


Dieses Buch mit dem ewig langen Titel ist mal wieder ein gutes Beispiel für einen wirklichen Roman!

Note: 2*


Vielen Dank an den Blessing Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Liebste Lesegrüße
Eure Charlotte


April 19, 2017

Spinnengift


Spinnengift



Originaltitel: Widow's Web

Autorin: Jennifer Estep
Reihe; Elemental Assassin, Band 7
Genre: Urban Fantasy
Seiten: 416 Seiten
Verlag: Piper Verlag

Klappentext: 


Es scheint ausnahmsweise einmal alles perfekt in Gins turbulentem Leben: Ihre Erzfeindin Mab ist tot, sie hat endlich eine gute Beziehung zu ihrer Schwester und ist rundum glücklich mit ihrem Lover Owen. Doch dann taucht Salina Dubois in der Stadt auf – Owens Exfreundin, die grausame Rache üben will und alles daran setzt, zurückzuerobern, was einst ihr gehörte. Die Südstaatenschönheit entpuppt sich als gefährliche Gegnerin, die nicht nur über mächtige Wasserelementarmagie verfügt, sondern auch ein undurchsichtiges Spiel spielt. Doch sie hat ihre Rechnung ohne Gin Blanco gemacht. Die macht sich natürlich sofort daran, Salinas Geheimnis zu lüften – koste es, was es wolle.


Meine Meinung:


Und wieder schneit ein Buch der legendären Jennifer Estep ins Haus. Der 7. Band der Elemental Assassin Reihe ist erschienen und ich hab ihm kaum aus der Hand legen können.

Das Cover folgt seinen Vorgängern, diesmal in einen schönen Bronzeton und ist auch in Einband wird er toll in Szene gesetzt. 

Eigentlich könnte doch alles perfekt sein. Aber für die Spinne gibt es leider keine Sekunde zum Durchatmen. Nicht mal einen Abend mit ihren Freund, Owen Grayson in einem gut betuchten Restaurant kann sie genießen. Denn plötzlich steht seine alte Flamme vor ihnen. Und die hat es in sich; Salina Dubois ist eiskalt und hat beschlossen in ihrer Vergangenheit aufzuräumen. Dazu gehört auch der Casinochef Philipp Kincaid und der ist auch ein alter Bekannter von Owen. Die Beziehung von ihm und Gin wird auf eine harte Probe gestellt, denn ihr Lover scheint seiner Ex ganz verfallen zu sein.

Ja, auf geht es zu einer neuen Runde mit Gin Blanco. Wie immer ist das Buch aus ihre Sicht geschrieben und legt mit sehr offenen Beschreibungen die Gefühle der Hauptprotagonistin da. Doch im Gegensatz zu den Vorgängern braucht das Buch ein bisschen um reinzukommen. Hier steht weniger die große Action im Vordergrund, sondern diesmal auch eine gewisse Tiefgründigkeit. Gin bekommt die Härteprobe zu spüren, was Liebe alles anrichten kann. Das hat mir ziemlich gut gefallen und war eine schöne Abwechslung, weil ich selber darüber nachdenken müsste, wie weit ich gehen würde. Auch, dass es vielleicht nicht immer in die Siegerrichtung geht und  “Spinne the Winner“ nicht als Grundeinstellung vorausgeht und sie um etwas kämpfen muss ist gelungen.

Hauptprotagonistin Gin hat wie schon erwähnt diesmal echt eine Gefühlschaos am Start Punkt es geht um ihre Liebe zu holen und dass es in den Kampf gegen eine andere Frau geht, die ebenfalls an ihm zerrt. Eine schöne Mischung zu den anderen Teilen, obwohl natürlich ihr mordlüsternes Ich nicht zu kurz kommt. 

Jennifer Estep hat ein tolles Händchen für das Schreiben von Geschichten! Mir gefällt immer wieder wie sie den Lebenslauf ihrer Figuren weiterführt, vorgekommene Charaktere aufgreift und neue hinzufügt.

Fazit:


"Spinnengift" ist erneut ein schönes Buch der Elemental Assassin Reihe geworden und überzeugt diesmal auch durch die Frage nach der wahren Liebe und um sie zu kämpfen.

Note: 1


Vielen lieben Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Liebste Lesegrüße 
eure Charlotte