Niagara Motel


Niagara Motel

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 Originaltitel: Niagara Motel (Canada)
 
Autorin: Ashley Little
Genre: Drama
Seiten: 272 Seiten
Verlag: Rowohlt Verlag
Kaufen? Paperback: 16,99€ / Ebook: 14,99€

Klappentext:


Tucker Malone ist elf Jahre alt. Zusammen mit Mutter Gina zieht er kreuz und quer durch Kanada, von Motel zu Motel. Tucker hat schon mehr von der Welt gesehen als die meisten Erwachsenen. Als Gina nach einem Unfall im Krankenhaus landet und Tucker im Jugendheim, beschließt er, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, endlich seinen Vater zu finden. Zusammen mit Meredith, sechzehn und schwanger, macht er sich auf die Reise in die USA, denn dort vermutet Tucker seinen Vater. Auf dem Highway Richtung Süden begegnen ihnen Glücksritter, Verrückte und Beladene. Und alle sind sie auf der Suche... (Quelle: Rowohlt Verlag)

Meine Meinung:


Ein eher unbekanntes Buch, das vielleicht auch ein wenig unscheinbar wirkt, aber meine Neugier erweckt hat und damit auch nicht enttäuscht!

Das Cover ist echt wunderschön! Mit den Silhouetten im Sonnenuntergang sieht es echt toll aus und zeigt natürlich auch die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten zueinander.

Tucker reist mit seiner Mutter, die Stripperin ist, durch ganz Kanada. Doch wegen einer Krankheit, die einen Unfall auslöst, muss er in ein Haus, voll mit verhaltensgestörten Jugendlichen. Dort findet er eine Verbündete, Meredith. Zusammen mit ihr beginnt er die Suche nach seinem Vater zu suchen. Sie reisen per Anhalter und treffen dabei auf die schrägsten Typen...

Das Buch ist aus der Sicht von Tucker geschrieben und vermittelt so das Bild von dem leicht Kindlichen, aber auch der Last, die er als 11-Jähriger schon mit sich trägt. Das hat mir unglaublich gut gefallen!

Reingekommen bin ich ziemlich schnell. Little hält sich auch nicht lange mit drum herum reden auf und verfolgt einen direkten Schreibstil, der immer wieder gut zur Geltung kommt. Die Geschichte entwickelt sich durch den Unfall von Tuckers Mutter echt schnell, fängt sich danach aber, als er in das Jugendheim kommt und sich erst mal selbst in der neuen Situation zurecht finden muss. Doch als beide zum großen Abenteuer aufbrechen, geht es alles wieder ziemlich schnell und ist auf insgesamt 272 Seiten ziemlich rasant durchgepokert. Mir persönlich hat das nichts ausgemacht, da die Autorin keine ewigen Szenerien erschafft, sondern alles mit Hilfe von kindlicher Kurzlebigkeit beschreibt. Das Buch ist voll mit tollen kleinen Geschichten, die interessant und mit viel Lebe zum Detail, verfasst sind. Es ist nicht vorhersehbar und vor allem das Ende hat es meiner Meinung nach ins sich!

Tucker Malone ist ein 11-Jähriger Junge, der zuerst ziemlich erwachsen wirkt. Er kann Autofahren und kümmert sich um seine Mutter, wenn ihre Krankheit sie in die Knie zwingt. Doch man merkt auch deutlich seine (auf Deutsch gesagt) primitive Ansicht von Welt und Werten. Und genau das hat für mich einen großen Ausschlag gegeben. Es ist kein Buch über ein Kind, dass schon übernatürlich reif ist, sondern immer noch eine Zauberwelt in sich hat. Das hat super gepasst!

Meredith ist 16 und, obwohl es äußerlich nicht so wirkt, ein treue Seele. Natürlich ist sie nicht perfekt und lässt sich dummerweise auch noch schwängern, aber ich bewundere ihren Mut und dass sie sich mit einem 11 Jahre alten Jungen auf eine Reise durch die USA einlässt.

Ashley Little findet einen schönen Schreibstil durch Tuckers Gedanken. Er ist flüssig, schnell, findet aber in den richtigen Momenten Tiefe. Ich würde gerne wissen, ob sie einige der Mitfahrgelegenheiten selber kennengelernt hat, oder ob sie nur ihrer Fantasie entsprungen sind.

Fazit:


Niagara Motel beschreibt eine Reise von zwei Kindern nach dem Glück und ihren Platz in der Welt. Er ist ehrlich, wirkt aber durch die Führung eines kleinen Jungen, wie ein Märchen mit intensivem Ende!

Note: 1


Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für die Breitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Liebste Lesegrüße
eure Charlotte

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